Entstehung der islamischen Kultur




Kultur vs Zivilisation


An der Definition der Kultur scheiden sich die Geister.Eine Definition des Kulturbegriffs, die alle Kulturtheorien befriedigend anspricht, gibt es bis jetzt nicht; es gibt dafür mehr als 150 verschiedene Defintionen, die " Kultur" in verschiedenen Hinsichten mehrfach behandelt haben. Dennoch kann man bisher nicht von einer umfassenden Difinition sprechen. Bei Kultur handelt es sich um einen bestimmten Charakter und eine besondere Identität, die eine Gruppe von Menschen besitzt.Um eine Difinition der Kultur zu erreichen, ist es daher sehr wichtig, die Faktoren zu erforschen, die einer Gesellschaft eine bestimmte Lebensweise anbietet und sie von den anderen Gesellschaften unterscheidet. Fakoren der Kultur:  Denkweise, Fühlen, Benehmen, Beziehung zu anderen, Gesetz. Da dies aber sowohl über die Intention noch über den Umfang dieses Artikels hinausgeht,w ich auf eine Defintion von Kultur verzichten, zumal das, was unter Kultur verstanden wird, jener arabischen Defintion von ثقافة nicht entspricht. Deshalb ist hier von der allgemeinen Kultrbegriff die Rede.


   Im Chatten einer Interaktion zwischen mehreren Kulturen entsteht die Zivilisation. Es können verschiede Völker, die unterschiedelichen Kulturen zugehören, eine Zivilisation aufbauen. Die Zivilisation ist nicht ethnischer Natur. Zivilisation gehört keinem bestimmten Volk zu, obwohl sie einer bestimmten Nation zugeschrieben werden kann. Im Gegensatz zur Kultur, die Symbol der Identität ist und vielmehr die Besonderheiten ausdrückt, welche die Nationen voneinander unterscheiden. Zivilisation gilt also als ein Gefäß unterschiedlicher Kulturen, deren Quellen und Herkunft vielfältig sind.

Islamische Kultur ist das Produkt der Muslime in allen Bereichen, Wissenschaften, Kunst, Industrie usw. Sie ist das Ergebnis der Wechselwirkung der Kulturen verschiedener Völker, die den Islam sowohl aus Glaube als auch aus Zugehörigkeit angenommen hatten.

   Qura'n und Sunna sind die theoretischen Grundlagen der islamischen Kultur. Denn sie organisieren das Leben des Individiums und der Familie, rufen zum Wissen und Denken auf, erklären sogar das Denken für obligatorisch.

Islamische Kultur beginnt mit der Berufung Muhammed's zum Propheten.Die islamische Zivilisation begann mit der wissenschaftlichen, geistigen und moralischen Aspekt, dann entwickelte sie sich zur materiellen Seite im Gegenteil zu den anderen Zivilisationen.

Die islamische Kultur wurde als solche bezeichent, weil sie auf den islamischen Glauben beruht. Im Leben der Muslime beruht alles auf die Religion seit der Frühzeit. Sie sahen nämlich in der Religion eine Erneuerung für alles, was ihr Leben betrifft.

Frühentstehung der islamischen Kultur:

Die Frage der Entstehung der islamischen Kultur hängt von der Überzegung der Offenbarung als Quelle der islamischen Religion ab.

Entscheidend für die Entstehung der islamischen Kultur war die  Entstehung einer Gesellschaft islamischer Vorstellungen in Meddina, deren Bewohner die Islamischen Konzepte schnell begriffen hatten und die Verfestigung des islamischen Denkens als Vorbereitung für den Aufruf des Islam, was allmählich zum Aufbau islamischen Staates geführt hatte.
Die allererste Stufe der Entstehung der islamschen Kultur war die Ersetzung der damals bei den Arabern vohandenen Werte und Ideale durch islamische-  eine Umstellung der damals herschenden Denkweise, zu der die Götzenanbetung gehörte-  zu einer neuen Vorstellung des Lebens.Also Eine Umstellung der  vorhandenen Denken, Wahrnehmen und der gesellschaftlichen Ordnung.
Islam brachte eine neue Vorstellung des Lebens, welche die Araber nie zuvor hatten.Dies begann mit der Offenbarung Allah's zu Muhammed.Der Islam hatte das Ziel, nicht nur den Glauben der Araber an die Götzen, sondern auch ihr Denken über das Leben und den Menschen und ihre Verhaltens- und Lebensweise zu ändern.

Die Araber haben denn aufgehört, Götzen anzubieten. Der Glaube prägte ihr Verhalten, ihre Beziehungen zueinander und alle anderen Aspekte des Lebens. Es gibt einen großen Unterschied zwischen dem Einfluss und dem Nutzen.Der Unterschied liegt darin, dass die islamische Kultur von der Kultur  einer anderen Nation profitieren konnte, ohne dass ihre kulturelle Identität beieinflusst wird.


Über die Wechselwirkung der Kulturen:

Die Meinungen einiger Denker und Philosphen über die Wechselwirkung der Zivilisationen:

a-George Sarton:

" Es ist schlicht anzunehmen, dass Griechenland der Zugangspunkt der Wissenschaft war.In Ägypten und im Irak gab es vorherige wissenschaftliche Bemühungen.Wissenschaft war in Griechenland darüber hinaus eher Wiederbelebung als Erfindung oder Genialität.Schlecht genug es ist, dass der Okzident die orientalischen ägyptisch-babylonischen Grundlagen verleugnete, ohne die die sogenannte hellenistische Entwicklung nicht möglich gewesen wäre."

b- Philip Hitti:

Philip Hitti kommentierte die Übersetzungsbewegung  der Muslime in der Abbasydenzeit, indem er die Rolle des Orients bei der Entstehung des Kulturkreises zeigt:

" Wir sollen nicht übertreiben, wenn wir von dem griechischen Einfluss auf die Muslime sprechen.Denn viele Faktoren der griechischen Kultur wurden von der altägyptischen, babylonischen und phönizischen Kultur abgeleitet.Diese Kenntnisse wurden griechisch ausgeprägt und wieder an die islamischen Welt weitergeleitet, und sie sind im Mittelalter über Spanien und Sicilian an Europa als Geschenk des morgenländischen Islam zurückekehrt." 

Die sieben Waise Griechenlands waren schon mal in Ägypten:

Etwa im 6.Jh v.Ch hatten griechische Studenten angefangen, nach Ägypten zu kommen, um an Instituten zu studieren.Inzwischn hatten diese Studenten, von denen später die sognnaten sieben Waise Griechenlands , wie z.b Thales, Platon und Pythagoras, waren, die ersten Grundlagen der griechischen Zivilisation übenommen.


Es sind hautpsächlich drei Wissenschaftsdiziplinen, denen die Entstehung der islamischen Kultur zu verdanken ist, und zwar Theologie, Philosophie und Mystik, Suffismus im islamischen Sinne, auf die im folgenden eingangen wird.

1- Entstehung der Theologie:


Laut Alghazâlî ist das Hauptziel der Theologie "Bewahrung des sunnitischen Glaubensgrundsatzes und sein Schutz vor der Verwirrung der ketzerischen Erneuerer.” Die Meinung von Ibn Khaldun war auch ähnlich.

   Da die islamische Kultur als Ganzes zum großen Teil auf dem islamischen Glauben beruht, gewinnt die Theologie immer mehr an Bedeutung, wenn von der islamischen Kultur die Rede ist.Die muslimischen Theologen hatten sich- eine Weile nach dem Erscheinen des Islam- nur damit beschäftigt, den islamischen Glauben zu erklären und vor der Verwirrung zu bewahren.Sie hatten ihre eigene Methode, wie man um die Rechtigkeit dieses Glaubengrundsatzes beweisen kann.
Ob die Thelogen bei der Entstehung der islamischen Kultur beigetragen hatten, ist hier die Frage. Es ist sehr wichtig, auf die islamische Thelogie einzugehen, um dazu zu gelingen, in wieweit diese der islamischen Kultur zugehört einerseits, und ob sie andererseits von anderen fremden Kulturen beeinflusst wurde.

Als es zu Expansionen Kam und der islamische Herschaftsgebiet ausgebreitet werden musste, musste demzufolge die Methode der Erklärung des islamischen Glaubens geändert werden.
Die Muslime haben Gebiete erobert, wo es ganz andere Zivilisationen, Kulturen und Religionen gab.Deshab kam es zu einem kulturellen und intelektuellen Kontakt zwischen den ihnen und den dortigen Bewohnern.Selbstverständlich musste jeder seine Identität und Glauben verteidigen.Die Bewohner der von Muslimen eroberten Gebiete waren Angehöriger verschiedener Relogionen, vor allem der Parsismus, der Manichäismus, des Judentums, des Christentums u.a.Diese Angehöriger kannten alle Formen der Philosophie, besonders die Juden und Christen, die sich mit der griechischen Philosophie auskannten.


   Ohne diese Philosophie zu verstehen, wäre es den Muslimen nicht möglich, ihre Fragen zu dem Islam zu beantworten, was sie dazu führte, sich mit dieser Philosophie auseinanderzusetzen.Außerdem traten viele dieser Angehöriger in den Islam ein und da musste es dazu kommen, dass sie die Philosophie und die Lehren ihrer vorherigen Religionen mit dem Islam in Verbindung setzen. Das war Ende der Ommayaden- und Anfang der Abbasydenzeit.

Indische und griechische Philosophie.Griechische Philosophie kam durch die Perser, die vor dem Islam davon beeinflusst waren. Die Philosophie war für die Römer, Perser und Griechen von großer Bedeutung.In Persien sowie im Irak gab es vor dem Islam philosophische Schulen.Als die islamische Expansionen nach diesen Gebieten kamen, haben die dortigen Bewohner, vor allem die Syrer, die Muslimen die Philosophie gelehrt.

Es gab demzufolge viele mit dem Glauben zu tun habende Philosophische Fragen: Die Eigenschaften Allahs, ob diese dem Wesen Allahs zusätzlich oder ihm dasselbe sind, ob das Sprechen eine Eigenschaft Allahs ist und ob der Qur'an erschaffen wurde.Dann kam es allmählich zu der Frage der Vorherbestimmung der Handlungen des Menschen, ist also der Mensch hinsichtlich seiner Taten freiwillig oder gezwungen? Inzwischen sind die theologischen Bewegungen entstanden, die ihre eigene wissenschaftliche Anschauung haben, die zu erforschen ist.Diese Lehre bezeichnet man als Theologie.

Es entstanden inzwischen theologische Schulen, die im folgenden betrachtet werden:

1-Die Muataziliten:

Die mu'tazilitischen Gelehrten sind die ersten, die als Theologen bezeichnet wurden.Wasel b.Atta und Amr b.Obaid sind die Begründer dieser Schule.In den von Mu'taziliten verfassten Bücher behaupten sie, dass diese Anschauung schon lange vor den beiden entstanden war.
-Alm'amoun und die Mutazliten

   Die Mu'taziliten erlebten ihre Blüte in der frühen Abbasydenzeit, da sie von einigen Khalifen der Abbasyden unterstützt waren, vor allem von Al-Ma'moun, der die ketzerischen Erneurer bekämfte mithilfe eines der größten Denker der Mu'taziliten, von deren Denken er ganz überzeugt war. ( Ahmed Ibn Abi Duad)

Als die Abbasyden kamen, war der Atheismus und die Kätzerei sehr verbreitet.Sie unterstützten die Mu'taziliten, um diese zu konfrontieren.Alm'amoun kam und unterstützte sie, er hielt sich sogar für einen Mu'taziliten.

   Ab der ersten Hälfte des 3.Jh verloren die Mutasiliten ihre Position in der Gesellschaft, da sie auch ihren Einfluss bei den Khlifaten verloren haben, und zwar in der Zeit von Almotwakel, der ihnen verfolgte.Bei der Gesellschaft fanden sie auch keine Anerkennung mehr.Die anderen Gelehrten sind ihnen auch entgegengekommen.



2-Die Ash'ariten:

Sie sind diejenigen, die nach den Mu'taziliten die Verantwortung übernahmen.
-Die Theologen und die Fiqh- und Hadithgelehrten

   Es ist ein Fehler, wenn wir beide miteinander vergleichen.Denn beide sind für die islamische Kultur jedenfalls gleichsam von großer Bedeutung.So hatten die Theologen die Aufgabe, den islamischen Glauben, und zwar die Grundlage, auf der die Gesellschaft beruht, zu verteidigen und zu bewahren, während die anderen damit beschäftigt waren, wie aus den beiden Hauptquellen des Islam rechtliche Bestimmungen abgeleitet werden und diese der Gesellschaft zu erklären.

Also dank der Gelehrten wurde die islamische Kultur in Wirklichkeit verkörpert.Denn wenn die Gesellschaft ihre Identität von der Natur der Bezieung der Einzelnen zueinander verleiht bekommt, so hatten die Gelehrten die Aufgabe, diese Bezieungen auf einer auf dem Islam beruhenden Art und Weise zu regeln mithilfe der aus den beiden Quellen abgeleitetn Bestimmungen, die die Bezieung zwischen dem Menschen und seinem Gott, seinen Mitmenschen und seiner Person selbst regeln.
Von diesen Bestimmungen wurden auch die damaligen Herscher die Herschafts-, Gesellschafts-, Wirtschafts- und Sozialordnung, sowie Strafrecht, Frieden und Krieg und Aussenpolitik inspiriert.Den Gelehrten sind ebenso der Erziehungsprozess und die kuturelle Gesellschaftsorientierung zu verdanken.

   
 haDa Theologiet bei der Organisierung der Beziehung der Einzelnen zueinander aber nicht beigetragen hat, gehen manche Denker davon aus, dass sie keinen Einfluss auf die Kultur hatte.

Manche gehen sogar einen Schritt weiter und sagen: Theologie  hat  Nachteile auf die Gesellschaft, vor allem nach dem 5.Jh hatte sie neue Methode hervorgebracht ganz anders als die des Qur'an, theoretische Fragen, die zu nichts führten, vor allem die Frage der Vorherbestimmung hatte Nachteile auf das Benehmen. Theologie war ein Ausdruck der islamischen Kultur,  jedoch hatte sie nichts Positives auf die Gesellschaft. Also Theologie war eine Tätigkeit, wo sich ein kultureller und intelektueller Konflikt zwischen dem Islam und den anderen Ideoligien, Philosophien und den anderen verschiedenen Kulturen ablief.

   Dass die muslimischen Theologen dieselben Themen und Fragen behandelt haben, die die Angehöriger anderer Religionen und Philosophien zum Thema hatten, bedeutet nicht unbedingt, dass sie sich beeinflussen.Denn viele dieser Fragen sind tatsäschlich Fragen, mit denen der Menesch von Natur aus seit langem beschäftigt hatte.Der Mensch stellte sich immer die Frage, ob der Welt geschaffen wurde usw.




2- Philosophie und Logik:

Warum haben einige Frühmuslime die Philosophie abgelehnt, dass sie dem islamischen Denken widerspricht? Ist es so, weil die sich mit der Metaphysik beschäftigt, was also laut dem Quran nicht erlaubt ist?

Logik ist die Art und Weise, wie man richtig denkt. Es sind einige Grundlagen, die man folgen muss, um die Wahrheit zu erfahren. Einige Philosophen gehen davon aus, dass die Logik ein Instrument der Philosophie war.

Inwieweit widerspricht die griechische Philosophie dem islamischen Glauben ?

Alghazali und die Logik, die griechische Logik wurde in den Islam bzw. in die Theologie durch ALghazali eingeführt.Er erklärt, Logik habe mit der Religion nicht zu tun.Das heißt, er hatte die islamische Thelogie durch die griechische Logik neu dogmatisiert, was heißt, dass fremde Faktoren zustande gekommen sind.
Laut Alghazali, der Fehler der Philosophen ist nicht auf die Logik zurückzuführen, sondern darauf, dass sie die Logik nicht richtig benutzen, wenn sie über etw philosophieren. 

  Wichtig zu erwähnen ist, dass Philosophie was Neues schafft, Theologie aber beweist was, was es bereits gibt.
Gelehrten kritisierten diese scharf, da sie davon ausgingen, dass diese eine fremde Denkweise vertreten, also nicht den Islam

Theologen mussten die philosophischen Werke lesen, um den Glauben bewahren zu können.Als aber diese Bücher die Schicht der Ausgebildeten erreichte, da gab es islamische Philosophen. Als die Ausgebildeten solche Bücher in der Hand hatten, sind sie von der Philosophischen Denkweise gesprägt worden, was einige von ihnen dazu brachte, sich damit intensiv auseinanderzusetzen.Manche haben es so tief studiert, dass sie philosophieren können, als Folger des Studiums dieser griechischen Philosophie entstand.




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Literaturverzeichnis:

1- Al-Qasas, Ahmed: Entstehung der islamischen Zivilisation, Kairo ohne Jahr.
2- Shalabi, Ahmed: Enzyklopädie der islamischen Zivilisation, „Band 1“ 6.Auf. Al-Nahda Al-Masrya Verlag Kairo 1989.
3- Elshahed, Elsayed: Das Konzept der gegenwärtigen Philosophie – Vom Allgemeinen hin zu dem Allgemeineren (al-khitab al-falsafi al-mu`asir mina l-`am ila l-a`amm) – Dar Qiba`- Kairo – 2000

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