Entstehung der islamischen Kultur
Im Chatten einer
Interaktion zwischen mehreren Kulturen entsteht die Zivilisation. Es können
verschiede Völker, die unterschiedelichen Kulturen zugehören, eine Zivilisation
aufbauen. Die Zivilisation ist nicht ethnischer Natur. Zivilisation gehört
keinem bestimmten Volk zu, obwohl sie einer bestimmten Nation zugeschrieben
werden kann. Im Gegensatz zur Kultur, die Symbol der Identität ist und vielmehr
die Besonderheiten ausdrückt, welche die Nationen voneinander unterscheiden. Zivilisation
gilt also als ein Gefäß unterschiedlicher Kulturen, deren Quellen und Herkunft
vielfältig sind.
Islamische Kultur ist das Produkt der Muslime in allen
Bereichen, Wissenschaften, Kunst, Industrie usw. Sie ist das Ergebnis
der Wechselwirkung der Kulturen verschiedener Völker, die den Islam sowohl aus
Glaube als auch aus Zugehörigkeit angenommen hatten.
Qura'n und Sunna
sind die theoretischen Grundlagen der islamischen Kultur. Denn sie organisieren
das Leben des Individiums und der Familie, rufen zum Wissen und Denken auf,
erklären sogar das Denken für obligatorisch.
Islamische Kultur
beginnt mit der Berufung Muhammed's zum Propheten.Die islamische Zivilisation
begann mit der wissenschaftlichen, geistigen und moralischen Aspekt, dann
entwickelte sie sich zur materiellen Seite im Gegenteil zu den anderen
Zivilisationen.
Die islamische Kultur wurde als solche bezeichent, weil sie auf den islamischen Glauben beruht. Im Leben der Muslime beruht alles auf die Religion seit der Frühzeit. Sie sahen nämlich in der Religion eine Erneuerung für alles, was ihr Leben betrifft.
Frühentstehung der islamischen Kultur:
Die Frage der
Entstehung der islamischen Kultur hängt von der Überzegung der Offenbarung als Quelle
der islamischen Religion ab.
Entscheidend für die Entstehung der islamischen Kultur war die Entstehung einer
Gesellschaft islamischer Vorstellungen in Meddina, deren Bewohner die
Islamischen Konzepte schnell begriffen hatten und die Verfestigung des islamischen
Denkens als Vorbereitung für den Aufruf des Islam, was allmählich zum Aufbau
islamischen Staates geführt hatte.
Die allererste Stufe
der Entstehung der islamschen Kultur war die Ersetzung der damals bei den
Arabern vohandenen Werte und Ideale durch islamische- eine Umstellung der damals herschenden
Denkweise, zu der die Götzenanbetung gehörte- zu einer neuen Vorstellung des Lebens.Also
Eine Umstellung der vorhandenen Denken,
Wahrnehmen und der gesellschaftlichen Ordnung.
Islam brachte eine
neue Vorstellung des Lebens, welche die Araber nie zuvor hatten.Dies begann mit
der Offenbarung Allah's zu Muhammed.Der Islam hatte das Ziel, nicht nur den
Glauben der Araber an die Götzen, sondern auch ihr Denken über das Leben und
den Menschen und ihre Verhaltens- und Lebensweise zu ändern.
Die Araber haben denn
aufgehört, Götzen anzubieten. Der Glaube prägte ihr Verhalten, ihre Beziehungen
zueinander und alle anderen Aspekte des Lebens. Es gibt einen großen Unterschied zwischen dem Einfluss und dem Nutzen.Der Unterschied liegt darin, dass die islamische Kultur von der Kultur einer anderen Nation profitieren konnte, ohne dass ihre kulturelle Identität beieinflusst wird.
Über die Wechselwirkung der Kulturen:
Die Meinungen einiger
Denker und Philosphen über die Wechselwirkung der Zivilisationen:
a-George Sarton:
" Es ist schlicht anzunehmen, dass Griechenland der
Zugangspunkt der Wissenschaft war.In Ägypten und im Irak gab es vorherige
wissenschaftliche Bemühungen.Wissenschaft war in Griechenland darüber hinaus
eher Wiederbelebung als Erfindung oder Genialität.Schlecht genug es ist, dass
der Okzident die orientalischen ägyptisch-babylonischen Grundlagen verleugnete,
ohne die die sogenannte hellenistische Entwicklung nicht möglich gewesen wäre."
b- Philip Hitti:
Philip Hitti
kommentierte die Übersetzungsbewegung
der Muslime in der Abbasydenzeit, indem er die Rolle des Orients bei der
Entstehung des Kulturkreises zeigt:
" Wir sollen
nicht übertreiben, wenn wir von dem griechischen Einfluss auf die Muslime
sprechen.Denn viele Faktoren der griechischen Kultur wurden von der
altägyptischen, babylonischen und phönizischen Kultur abgeleitet.Diese
Kenntnisse wurden griechisch ausgeprägt und wieder an die islamischen Welt
weitergeleitet, und sie sind im Mittelalter über Spanien und Sicilian an Europa
als Geschenk des morgenländischen Islam zurückekehrt."
Die sieben Waise
Griechenlands waren schon mal in Ägypten:
Etwa im 6.Jh v.Ch
hatten griechische Studenten angefangen, nach Ägypten zu kommen, um an
Instituten zu studieren.Inzwischn hatten diese Studenten, von denen später die
sognnaten sieben Waise Griechenlands , wie z.b Thales, Platon und Pythagoras,
waren, die ersten Grundlagen der griechischen Zivilisation übenommen.
Es sind hautpsächlich drei Wissenschaftsdiziplinen, denen die Entstehung der islamischen Kultur zu verdanken ist, und zwar Theologie, Philosophie und Mystik, Suffismus im islamischen Sinne, auf die im folgenden eingangen wird.
1- Entstehung der
Theologie:
Laut Alghazâlî ist das Hauptziel der Theologie "Bewahrung des sunnitischen Glaubensgrundsatzes
und sein Schutz vor der Verwirrung der ketzerischen Erneuerer.” Die Meinung von
Ibn Khaldun war auch ähnlich.
Da die islamische
Kultur als Ganzes zum großen Teil auf dem islamischen Glauben beruht, gewinnt
die Theologie immer mehr an Bedeutung, wenn von der islamischen Kultur die Rede
ist.Die muslimischen Theologen hatten sich- eine Weile nach dem Erscheinen des
Islam- nur damit beschäftigt, den islamischen Glauben zu erklären und vor der
Verwirrung zu bewahren.Sie hatten ihre eigene Methode, wie man um die
Rechtigkeit dieses Glaubengrundsatzes beweisen kann.
Ob die Thelogen bei
der Entstehung der islamischen Kultur beigetragen hatten, ist hier die Frage. Es
ist sehr wichtig, auf die islamische Thelogie einzugehen, um dazu zu gelingen,
in wieweit diese der islamischen Kultur zugehört einerseits, und ob sie
andererseits von anderen fremden Kulturen beeinflusst wurde.
Als es zu Expansionen
Kam und der islamische Herschaftsgebiet ausgebreitet werden musste, musste
demzufolge die Methode der Erklärung des islamischen Glaubens geändert werden.
Die Muslime haben
Gebiete erobert, wo es ganz andere Zivilisationen, Kulturen und Religionen
gab.Deshab kam es zu einem kulturellen und intelektuellen Kontakt zwischen den ihnen
und den dortigen Bewohnern.Selbstverständlich musste jeder seine Identität und
Glauben verteidigen.Die Bewohner der von Muslimen eroberten Gebiete waren
Angehöriger verschiedener Relogionen, vor allem der Parsismus, der
Manichäismus, des Judentums, des Christentums u.a.Diese Angehöriger kannten
alle Formen der Philosophie, besonders die Juden und Christen, die sich mit der
griechischen Philosophie auskannten.
Ohne diese Philosophie
zu verstehen, wäre es den Muslimen nicht möglich, ihre Fragen zu dem Islam zu
beantworten, was sie dazu führte, sich mit dieser Philosophie
auseinanderzusetzen.Außerdem traten viele dieser Angehöriger in den Islam ein
und da musste es dazu kommen, dass sie die Philosophie und die Lehren ihrer
vorherigen Religionen mit dem Islam in Verbindung setzen. Das war Ende der Ommayaden-
und Anfang der Abbasydenzeit.
Indische und
griechische Philosophie.Griechische Philosophie kam durch die Perser, die vor
dem Islam davon beeinflusst waren. Die Philosophie war für die Römer, Perser
und Griechen von großer Bedeutung.In Persien sowie im Irak gab es vor dem Islam
philosophische Schulen.Als die islamische Expansionen nach diesen Gebieten kamen,
haben die dortigen Bewohner, vor allem die Syrer, die Muslimen die Philosophie
gelehrt.
Es gab demzufolge
viele mit dem Glauben zu tun habende Philosophische Fragen: Die Eigenschaften Allahs, ob diese dem Wesen Allahs zusätzlich
oder ihm dasselbe sind, ob das Sprechen eine Eigenschaft Allahs ist und ob der
Qur'an erschaffen wurde.Dann kam es allmählich zu der Frage der
Vorherbestimmung der Handlungen des Menschen, ist also der Mensch hinsichtlich
seiner Taten freiwillig oder gezwungen? Inzwischen sind die theologischen
Bewegungen entstanden, die ihre eigene wissenschaftliche Anschauung haben, die
zu erforschen ist.Diese Lehre bezeichnet man als Theologie.
Es entstanden inzwischen theologische Schulen, die im folgenden betrachtet werden:
1-Die Muataziliten:
Die mu'tazilitischen Gelehrten
sind die ersten, die als Theologen bezeichnet wurden.Wasel b.Atta und Amr
b.Obaid sind die Begründer dieser Schule.In den von Mu'taziliten verfassten
Bücher behaupten sie, dass diese Anschauung schon lange vor den beiden
entstanden war.
-Alm'amoun und die Mutazliten
Die Mu'taziliten
erlebten ihre Blüte in der frühen Abbasydenzeit, da sie von einigen Khalifen
der Abbasyden unterstützt waren, vor allem von Al-Ma'moun, der die ketzerischen
Erneurer bekämfte mithilfe eines der größten Denker der Mu'taziliten, von deren
Denken er ganz überzeugt war. ( Ahmed Ibn Abi Duad)
Als die Abbasyden
kamen, war der Atheismus und die Kätzerei sehr verbreitet.Sie unterstützten die
Mu'taziliten, um diese zu konfrontieren.Alm'amoun kam und unterstützte sie, er hielt
sich sogar für einen Mu'taziliten.
Ab der ersten Hälfte
des 3.Jh verloren die Mutasiliten ihre Position in der Gesellschaft, da sie
auch ihren Einfluss bei den Khlifaten verloren haben, und zwar in der Zeit von
Almotwakel, der ihnen verfolgte.Bei der Gesellschaft fanden sie auch keine
Anerkennung mehr.Die anderen Gelehrten sind ihnen auch entgegengekommen.
2-Die Ash'ariten:
Sie sind diejenigen, die nach den Mu'taziliten die Verantwortung übernahmen.
-Die Theologen und die
Fiqh- und Hadithgelehrten
Es ist ein Fehler,
wenn wir beide miteinander vergleichen.Denn beide sind für die islamische
Kultur jedenfalls gleichsam von großer Bedeutung.So hatten die Theologen die
Aufgabe, den islamischen Glauben, und zwar die Grundlage, auf der die
Gesellschaft beruht, zu verteidigen und zu bewahren, während die anderen damit
beschäftigt waren, wie aus den beiden Hauptquellen des Islam rechtliche
Bestimmungen abgeleitet werden und diese der Gesellschaft zu erklären.
Also dank der Gelehrten
wurde die islamische Kultur in Wirklichkeit verkörpert.Denn wenn die
Gesellschaft ihre Identität von der Natur der Bezieung der Einzelnen zueinander
verleiht bekommt, so hatten die Gelehrten die Aufgabe, diese Bezieungen auf
einer auf dem Islam beruhenden Art und Weise zu regeln mithilfe der aus den
beiden Quellen abgeleitetn Bestimmungen, die die Bezieung zwischen dem Menschen
und seinem Gott, seinen Mitmenschen und seiner Person selbst regeln.
Von diesen
Bestimmungen wurden auch die damaligen Herscher die Herschafts-, Gesellschafts-,
Wirtschafts- und Sozialordnung, sowie Strafrecht, Frieden und Krieg und
Aussenpolitik inspiriert.Den Gelehrten sind ebenso der Erziehungsprozess und
die kuturelle Gesellschaftsorientierung zu verdanken.
haDa Theologiet bei der Organisierung der Beziehung der Einzelnen zueinander aber nicht beigetragen hat, gehen manche Denker davon aus, dass sie keinen Einfluss auf die Kultur hatte.
Manche gehen sogar einen Schritt weiter und sagen: Theologie hat Nachteile auf die Gesellschaft, vor allem nach dem 5.Jh hatte sie neue Methode
hervorgebracht ganz anders als die des Qur'an, theoretische Fragen, die zu
nichts führten, vor allem die Frage der Vorherbestimmung hatte Nachteile auf
das Benehmen. Theologie war ein Ausdruck der islamischen Kultur, jedoch hatte sie nichts Positives auf die
Gesellschaft. Also Theologie war eine Tätigkeit, wo sich ein kultureller und
intelektueller Konflikt zwischen dem Islam und den anderen Ideoligien,
Philosophien und den anderen verschiedenen Kulturen ablief.
Dass die muslimischen
Theologen dieselben Themen und Fragen behandelt haben, die die Angehöriger
anderer Religionen und Philosophien zum Thema hatten, bedeutet nicht unbedingt,
dass sie sich beeinflussen.Denn viele dieser Fragen sind tatsäschlich Fragen,
mit denen der Menesch von Natur aus seit langem beschäftigt hatte.Der Mensch
stellte sich immer die Frage, ob der Welt geschaffen wurde usw.
2- Philosophie und Logik:
Warum haben einige
Frühmuslime die Philosophie abgelehnt, dass sie dem islamischen Denken
widerspricht? Ist es so, weil die sich mit der Metaphysik beschäftigt, was also
laut dem Quran nicht erlaubt ist?
Logik ist die Art und
Weise, wie man richtig denkt. Es sind einige Grundlagen, die man folgen muss,
um die Wahrheit zu erfahren. Einige Philosophen gehen davon aus, dass die Logik
ein Instrument der Philosophie war.
Inwieweit widerspricht
die griechische Philosophie dem islamischen Glauben ?
Alghazali und die
Logik, die griechische Logik wurde in den Islam bzw. in die Theologie durch
ALghazali eingeführt.Er erklärt, Logik habe mit der Religion nicht zu tun.Das
heißt, er hatte die islamische Thelogie durch die griechische Logik neu
dogmatisiert, was heißt, dass fremde Faktoren zustande gekommen sind.
Laut Alghazali, der
Fehler der Philosophen ist nicht auf die Logik zurückzuführen, sondern darauf,
dass sie die Logik nicht richtig benutzen, wenn sie über etw
philosophieren.
Wichtig zu erwähnen ist, dass Philosophie
was Neues schafft, Theologie aber beweist was, was es bereits gibt.
Gelehrten kritisierten
diese scharf, da sie davon ausgingen, dass diese eine fremde Denkweise vertreten,
also nicht den Islam
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Literaturverzeichnis:
1- Al-Qasas, Ahmed: Entstehung der islamischen Zivilisation, Kairo ohne Jahr.
2- Shalabi, Ahmed: Enzyklopädie der islamischen Zivilisation, „Band 1“ 6.Auf. Al-Nahda Al-Masrya Verlag Kairo 1989.
3- Elshahed, Elsayed: Das Konzept der gegenwärtigen Philosophie – Vom Allgemeinen hin zu dem Allgemeineren (al-khitab al-falsafi al-mu`asir mina l-`am ila l-a`amm) – Dar Qiba`- Kairo – 2000
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